Seefeld-Kadolz war ursprünglich ein alter Kuenringersitz mit einer Wasserburg. Auf den Kellergewölben der alten Burg aufsetzend steht das heutige Barockschloss der Martinelli-Schule (Architekt Johann Jakob Castelli). Der Entwurf für diesen Bau stammt aus dem Jahr 1705. Erbaut wurde das Schloss in der kurzen Zeit von nur 5 Jahren (1710-1715).

Ursprünglich diente das Schloss ausschließlich als repräsentative Sommerresidenz. Zweck des ins Auge stechenden Baues war sicher die Vermittlung barocker Lebensfreude (Ende des 30-jährigen Krieges, Türkenbefreiung und Zurückweichen der Pest). Daneben sollte der Bau aber auch die herausragende Position des Schlossherrn und die historische Bedeutung seines Namens für die ganze Region vermitteln.

Hervorzuheben sind neben dem blockartig geschlossenem Bau (erinnert an die alte Burg) mit seiner großen südseitigen Fassadenuhr, umrahmt von Sandsteinfiguren des Chronos und Hermes, die Schlosskapelle mit Deckenfresko von Winterhalter (Schüler und später künstlerischer Konkurrent von Maulpertsch) und der Speisesaal mit illusionistisch-exotischer Ganzwandmalerei, welche dem Bergl-Umfeld zuzuordnen ist.

Umfassende Renovierungsarbeiten seit dem Jahr 1992 geben dem Schloß heute wieder die herausragende baulich-historische Positionierung im Pulkautal. Besonders erwähnenswert ist die Gartenneuanlage mit Stiege und Parterregärten, welche gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt nach historischen Plänen ausgearbeitet wurde.

Das Schloss wird heute von Maximilian Hardegg und seiner Familie als ausschließlich privates Wohngebäude genutzt, was eine große Herausforderung für den Schlossbesitzer darstellt. Ganz im Sinne der baulichen Konzeption des Hauses wird das Schloss durch den Eigentümer zwecks Hebung des kulturellen Wertes des Weinviertels für exklusive Veranstaltungen geöffnet.


Edles aus der
Landwirtschaft

» Natives Öl vom Raps
» Cremiger Frühlingsblütenhonig

 

SCHLOSSWEINGUT GRAF HARDEGG
2062 SEEFELD-KADOLZ, AUSTRIA
T +43 2943 2203 • F +43 2943 2203 10